Tarifvertrag über die eingruppierung und die entgeltordnung für die lehrkräfte der länder

Die Organisation der Einführungszeit für neu qualifizierte Lehrer war ein zentrales Thema der Gemischten Kommission Lehrerbildung der Ständigen Konferenz der Kultusminister. Gemäß den Empfehlungen der Sachverständigenkommission aus dem Jahr 1999 sollen die Bestimmungen für den Einsatz von jungem Lehrpersonal auf eine schrittweise Weiterentwicklung der fachlichen Kompetenz abzielen. Darüber hinaus soll ein System zur Unterstützung der Einführungszeit für neu qualifizierte Lehrkräfte eingerichtet werden, das Maßnahmen der fortbestehenden Ausbildung einschließen soll, die besonders auf die Bedürfnisse neu qualifizierter Lehrer abgestimmt sind. In den meisten Bundesländern werden derzeit Konzepte für die Organisation der Einführungsphase entwickelt oder in die Praxis umgesetzt. Bei didaktischen und methodischen Problemen haben insbesondere neu qualifizierte Lehrkräfte die Möglichkeit, Aus- und Weiterbildungspersonal von Lehrerausbildungsinstituten oder Einrichtungen zur berufsärztlichen Lehrerausbildung um Rat zu bitten. Postdoktoranden an staatlichen Universitäten und öffentlich geförderten Forschungseinrichtungen werden entsprechend der tariflichen Gehaltsskala bezahlt. Ihre Gehaltsstufe hängt von ihrer Verantwortung, ihren einschlägigen Qualifikationen und ihrer individuellen Erfahrung ab. Angesichts der Notwendigkeit, abwesende Lehrer abzusichern, kann sich der Schulleiter zunächst auf das vorhandene Lehrpersonal verlassen. Nach den geltenden allgemeinen Beamtenordnungen sind die Lehrer verpflichtet, vorübergehend zusätzliche Arbeiten zu verrichten, für die zunächst kein finanzieller Ausgleich gewährt wird. Wird die Anzahl der Zeiten, die Lehrer im Unterricht verbringen müssen, um mehr als drei Zeiträume pro Monat überschritten, so kann eine zusätzliche Arbeitsentschädigung gewährt werden. Die zusätzliche Arbeitsvergütung für die Einzelstunde wird durch Verordnungen der Länder geregelt. Alle Absolventen eines vorbereitenden Dienstes in einer Lehrtätigkeit, die den Anforderungen der Vereinbarungen der Ständigen Konferenz entsprechen, sollen gleichberechtigten beruflichen Zugang zu der Art der Lehrtätigkeit erhalten, die ihrem Abschluss entspricht. Bevor eine Änderung des Beamtenstatus, z.B.

eine Beförderung, stattfindet, wird die berufliche Leistung des Lehrers bewertet. In einigen Bundesländern werden Lehrer nicht nur vor einer Änderung des Beamtenstatus, sondern in regelmäßigen Abständen bewertet. Die Minister für Bildung und Kultur haben Bewertungsleitlinien für die Bewertung von Lehrkräften an öffentlichen Schulen herausgegeben.